Energiewende meets systemische Aufstellungsarbeit
Resonanzraum für gesellschaftlichen Wandel
Leitung: Bente Knoll, Ralf Dopheide
Die Energiewende – der Umbau unserer Energieversorgung hin zu erneuerbaren Energien und weg von fossilen Systemen – ist ein tiefgreifender gesellschaftlicher, technologischer und kultureller Transformationsprozess.
Wir laden Dich ein, die Energiewende auf einer Ebene zu erkunden, die über Zahlen, Modelle, Szenarien und politische Diskussionen hinausgeht und die komplexen Wechselwirkungen im Gesamtsystem sichtbar macht. Dazu bieten wir im Rahmen eines Forschungsprojekts Methoden-Halbtage und Wochenend-Seminare an, um zu erkunden, wie systemische Aufstellungs- und Verkörperungsarbeit in Transformationsprozessen der Energiewende wirken kann.
Systemische Aufstellungs- und Verkörperungsarbeit ist eine methodische Form der Prozess- und Organisationsarbeit, mit der komplexe Systeme erfahrbar gemacht werden können. Sie ermöglicht es, verborgene Dynamiken sichtbar zu machen, Beziehungen zu klären und Zusammenhänge zwischen Akteur:innen, Strukturen und Rahmen-bedingungen in einem lebendigen, reflektierten Raum zu untersuchen. Dabei ergänzt sie analytische Zugänge um eine erfahrungsbasierte Perspektive – konkret, nachvollziehbar und unmittelbar. Durch die systemische Aufstellungsarbeit wird erlebbar:
- welche Kräfte, Rollen und Spannungsfelder im Kontext der Energiewende wirken
- wie Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Umwelt und technologische Systeme miteinander in Beziehung stehen
- wo Blockaden, Zielkonflikte oder bislang ungenutzte Potenziale liegen
- welche Bewegungen, Entwicklungen und Lösungsräume sich im System zeigen
So entsteht ein vertieftes Verständnis für die aktuellen Transformationsprozesse der Energie- und Klimawende – jenseits von Fachsprache und Theorie, jedoch klar bezogen auf reale gesellschaftliche, politische und technologische Herausforderungen. Systemische Aufstellungs- und Verkörperungsarbeit ermöglicht einen Zugang zu diesen komplexen Wechselwirkungen, indem sie das Gesamtsystem räumlich, relational und verkörpert erfahrbar macht. Anstatt über die Energiewende zu sprechen, werden ihre zentralen Elemente, Akteur:innen und Kräfte in Beziehung zueinander gestellt und unmittelbar erlebt. Dadurch werden implizite Annahmen, verdeckte Dynamiken und widersprüchliche Logiken sichtbar, die in klassischen Diskurs- und Planungsformaten oft unberücksichtigt bleiben.
Für wen geeignet?
Für Menschen, die mit systemischer Arbeit vertraut sind und/oder Transformations-prozesse in der Energie-, Mobilitätswende sowie Klimawandelanpassung begleiten:
- Fachpersonen aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Energie & Klima
- Systemische Aufstellungspraktiker:innen
- Trainer:innen und Coaches
- Prozessbegleiter:innen und Organisationsentwickler:innen
- Moderator:innen und Mediator:innen
- Alle, die gesellschaftliche Veränderungsprozesse in einem strukturierten Resonanzraum erforschen möchten
Was haben die Teilnehmenden davon?
Die Teilnehmenden gewinnen einen vertieften, erfahrungsbasierten Zugang zu den komplexen Dynamiken der Energie- und Klimawende. Durch die systemische Aufstellungs- und Verkörperungsarbeit können sie Transformationsprozesse nicht nur verstehen, sondern unmittelbar erleben und reflektieren.
Konkret profitieren die Teilnehmenden von:
- einem erweiterten Systemverständnis für die Zusammenhänge zwischen politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und technologischen Ebenen der Energiewende
- neuen Perspektiven auf eigene Fragestellungen, Rollen und Handlungsräume im Kontext von Transformationsprozessen
- der Fähigkeit, Spannungsfelder, Blockaden und Zielkonflikte frühzeitig wahrzunehmen und konstruktiv damit umzugehen
- Impulsen für die Gestaltung von Veränderungsprozessen in Organisationen, Projekten und gesellschaftlichen Kontexten
- einer Vertiefung der eigenen systemischen Praxis durch die Anwendung auf ein hochaktuelles, reales gesellschaftliches Transformationsfeld
- einem gemeinsamen Lern- und Resonanzraum mit anderen Fachpersonen, der Austausch, Reflexion und kollektives Lernen ermöglicht
Die Formate unterstützen damit sowohl die persönliche als auch die professionelle Weiterentwicklung der Teilnehmenden und stärken ihre Handlungssicherheit in der Begleitung komplexer gesellschaftlicher Veränderungsprozesse.
Formate & Termine
Wir bieten im Rahmen verschiedene Formate an, um mit der systemischen Aufstellungs- und Verkörperungsarbeit und dem Themenfeld Energiewende zu experimentieren.
Methoden-Halbtage in Wien
- Methoden-Halbtag #1: Montag, 02.03.2026 13:00 bis 17:00 Uhr in Wien
- Methoden-Halbtag #2: Montag, 22.06.2026 13:00 bis 17:00 Uhr in Wien
- Methoden-Halbtag #3: Freitag, 18.09.2026 13:00 bis 17:00 Uhr in Wien
- Methoden-Halbtag #4: Freitag, 20.11.2026 13:00 bis 17:00 Uhr in Wien
Ort: Raum LAB bei PlanSinn Planung & Kommunikation GmbH Zollergasse 18-20, 1070 Wien (Zugang über Stiege 2/Top 14)
Wochenend-Seminar in Niederösterreich
- Wochenend-Seminar #1: Freitag, 13.03.2026, 18:00 Uhr bis Sonntag, 15.03.2026, 12:30 Uhr in Niederösterreich
- Wochenend-Seminar #2: Freitag, 06.11.2026, 18:00 Uhr bis Sonntag, 08.11.2026, 12:30 Uhr in Niederösterreich
Anmeldung & Teilnahme
Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an seminare@b-nk.at
Die Formate „Methoden-Halbtag“ und „Wochenend-Seminar“ können auch einzeln gebucht werden. Bitte schreibt uns kurz eure Motivation, warum ihr teilnehmen möchtet.
Teilnahmegebühr
Methoden-Halbtag: 48 €
Wochenend-Seminar: 180 €. Unterkunftbei den Wochenend-Seminaren im Seminarhotel ist von den Teilnehmenden selbst zu bezahlen.
Uns ist wichtig, dass Teilnahme nicht an finanziellen Gründen scheitert.
Daher vergeben wir eine begrenzte Anzahl von Solidarplätzen, die den Teilnahmebeitrag weiter reduzieren oder vollständig erlassen können. Wenn ihr Interesse an einem Solidarplatz habt, schreibt uns das gerne kurz in der Anmeldung. Die Vergabe erfolgt vertraulich.
Diese Aktivitäten finden im Rahmen des Projekts „EWV4EnergieWende. Erneuerbare Energieformen in dichtverbauten urbanen Räumen – Herausforderungen und Potenziale am Beispiel der Gebäude des Evangelischen Waisenversorgungsvereins Wien (EWV)“ statt. Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms „Leuchttürme für resiliente Städte 2040“ durchgeführt. (FFG Projekt Nr. 923352). Für diese Formate erhalten wir eine Projektförderung, sodass wir den Teilnahmebeitrag deutlich reduzieren können. Die Förderung deckt 60 % der tatsächlichen Seminarkosten ab. Der reguläre Preis für den Methoden-Halbtag beträgt 120 €, durch die Förderung zahlen Teilnehmende nur 40 % = 48 €. Der reguläre Preis für das Wochenend-Seminar beträgt 450 €, durch die Förderung zahlen Teilnehmende nur 40 % = 180 €.