mobi.senior.A

mobi.senior.A

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Im Projekt „mobi.senior.A“ werden die Genderspezifika der Internetnutzung mit Tablets und Smartphones in der Zielgruppe der Seniorinnen und Senioren erforscht. Die wesentlichen Aspekte dabei sind Anforderungen, Motivationen, Aneignungsstrategien, Hindernisse, Zugänge, Anwendungen etc. für ältere bzw. von älteren Menschen. Hintergrund ist, dass die Gruppe der Seniorinnen und Senioren die höchste Zuwachsrate bei der Nutzung digitaler Medien hat, gleichzeitig aber Doing Gender und Doing Aging für Exklusionseffekte sorgen.Die Ergebnisse der empirischen Forschung werden für die Entwicklung einerseits von geragogisch fundierten Bildungsangeboten, andererseits von Praxisleitfäden für gendersensible Kaufberatung und Support bzw. App-Entwicklung genutzt.

Menschen in der nachberuflichen Lebensphase sind jene Bevölkerungsgruppe, die die höchste Zuwachsrate bei der Nutzung digitaler Medien aufweist. Damit kann diese Personengruppe die mit Internet & Co. verbundenen Vorteile für sich nutzbar machen und das Risiko der sozialen und gesellschaftlichen Exklusion verringern. Insbesondere die zunehmende Verbreitung von mobilen Endgeräten, wie Tablet-Computer und Smartphones, kann Seniorinnen und Senioren den Zugang zum Internet erleichtern, stellt sie aber gleichzeitig vor neue Herausforderungen. Besonders auffällig in dieser Zielgruppe sind große genderspezifische Unterschiede. Gerade ältere Frauen sind dabei mit den Ausschlusseffekten sowohl des Doing Gender als auch des Doing Aging konfrontiert.

Vor diesem Hintergrund verfolgt das Projekt „mobi.senior.A“ folgende Ziele:

  • genderspezifische Erforschung der Zielgruppe Seniorinnen und Senioren: Mit partizipativen Methoden (Usability-Tests, Experience-Diary, Fokusgruppen, Befragung) werden die Anforderungen, Motivationen (einschließlich Gründe für Nichtnutzung), Aneignungsstrategien, Hindernisse, Zugänge, Anwendungen etc. betreffend Internetnutzung mit Tablet-PCs und Smartphones erforscht. Die Schwerpunkte beim empirischen Projektteil liegen auf Schulungsangeboten, Kaufberatung, Support und mobilen Applikationen („Apps“).

Darauf aufbauend erfolgt die Entwicklung von:

  • gendergerechten Bildungsmaßnahmen zur Förderung digitaler Kompetenzen von älteren Menschen. Dabei interessieren vor allem konkrete geragogische Umsetzungsmodelle abseits von Standard-Internetkursen, aber auch organisatorisch-strategische Fragestellungen. Die Ergebnisse werden nach Praxistests in einem Handbuch für PraktikerInnen zusammengefasst und an Institutionen und Personen in der Erwachsenenbildung in Österreich verbreitet
  • innovativen Formaten für gendersensible Kaufberatung und Support von Seniorinnen und Senioren. Die wichtigsten Handlungsempfehlungen werden in einem Leitfaden aufbereitet. Die Praxisrelevanz dieser Ergebnisse wird durch die aktive Einbindung des größten österreichischen Mobilfunkanbieters A1 (siehe „Letter of Intent“) sichergestellt
  • einem Leitfaden für die Entwicklung von zielgruppengerechten Apps. Apps werden in der Praxis nicht den gender- und altersspezifischen Anforderungen von Seniorinnen und Senioren angepasst. Der App-Markt weist ein rasantes Wachstum auf, zahlreiche österreichische KMU sind in der Software-Entwicklung aktiv. Diese Maßnahme dient der Bewusstseinsbildung bei Software-Entwicklerinnen und Entwicklern für gender- und senioren-spezifische Anforderungen und als konkretes, handhabbares Werkzeug

 

www.mobiseniora.at

 

 


Weitere Informationen
Website: www.mobiseniora.at
Forschungsbericht „Tablet & Smartphone: Seniorinnen und Senioren in der mobilen digitalen Welt“
Glossar „Begriffe rund um Smartphone und Tablet verständlich erklärt“
Presseaussendung „Smartphones und Tablets: Ältere Generation beim Einstieg oft alleine gelassen“
Infografik „Tablet & Smartphone: Seniorinnen und Senioren in der mobilen digitalen Welt“
Laufzeit: September 2013 bis Feber 2016
Projektkonsortium:
Büro für nachhaltige Kompetenz B-NK GmbH
Österreichisches Institut für angewandte Telekommunikation (ÖIAT)
ZIMD Zentrum für Interaktion, Medien & soziale Diversität
AuftraggeberInnen:
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit)
Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG)